Vereinsstatuten

Statuten des Vereins Perspektive Landwirtschaft

§ 1 Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

(1) Der Verein führt den Namen Perspektive Landwirtschaft.

(2) Er hat seinen Sitz in Wien und erstreckt seine Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet sowie in Zusammenarbeit mit ähnlichen Initiativen in allen Ländern der Welt.

§ 2 Zweck

(1) Der Verein, der einen gemeinnützigen Zweck im Sinne des §§ 34 ff Bundesabgabenordnung (BAO) verfolgt, und dessen Tätigkeit sich auf untenstehenden Zweck (§ 2 Abs. 2) beschränkt, ist nicht auf Gewinn ausgerichtet.

(2) Der Verein fördert:

a. den Erhalt und die Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen und vielfältigen Land- und Forstwirtschaft und damit den Umwelt-, Arten- und Klimaschutz,
b. die Weitergabe von bäuerlichem Wissen und nachhaltige Innovationen,
c. die Pflege der Lebensumwelt des Menschen und des ländlichen Raumes,
d. die gesellschaftliche Wertschätzung des Berufsbildes Bäuerin / Bauer und
e. den Zugang zu Land für alle gesellschaftlichen Gruppen zur landwirtschaftlichen Nutzung.

§ 3 Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

(1) Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

(2) Als ideelles Mittel dient:

a. die Bereitstellung einer Online Plattform zur Information über außerfamiliäre Hofnachfolgen und den Einstieg in die Land- und Forstwirtschaft, sowie zum Austausch und zur Vernetzung von Interessierten und Betroffenen;
b. die Veranstaltung von Versammlungen, Vorträgen, Diskussionen, Kursen und anderen Aktivitäten;
c. die Herausgabe von Mitteilungen, Druckschriften und sonstigen Veröffentlichungen;
d. die Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung unter anderem durch Pressearbeit
und Teilnahme an relevanten Veranstaltungen;
e. die Vernetzung und Zusammenarbeit mit Organisationen im In- und Ausland mit ähnlichen Zielsetzungen;
f. die Vertretung der Interessen von Personen mit fehlender Hofnachfolge und Personen, die in die praktische Land- und Forstwirtschaft einsteigen wollen;
g. die Durchführung von wissenschaftlichen und anderen dem Vereinszweck dienlichen Projekten;
h. die Bereitstellung von Bildungsangeboten im Bereich Land- und Forstwirtschaft;
i. die Gründung und der Erwerb von wirtschaftlichen Unternehmen, sowie die Beteiligung an solchen, die dem Vereinszweck dienen.

(1) Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch

a. Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge,
b. Spenden und Sammlungen,
c. Annahmen von Vermächtnissen und sonstigen Zuwendungen,
d. Einnahmen aus Veranstaltungen, Aktionen, Publikationen, Gutachter- und Vortragstätigkeiten und
e. Förderungen öffentlicher bzw. privater Einrichtungen.

§ 4 Arten der Mitgliedschaft

(1) Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in ordentliche, außerordentliche und Ehrenmitglieder.

(2) Ordentliche Mitglieder sind ausschließlich natürliche Personen, die sich an der Vereinsarbeit beteiligen und ihr Einverständnis mit dem Zweck des Vereins erklären.

(3) Außerordentliche Mitglieder sind natürliche wie juristische Personen sowie Organisationen, die die Vereinstätigkeit vor allem durch Zahlung eines Mitgliedsbeitrages fördern und ihr Einverständnis mit dem Zweck des Vereins erklären.

(4) Ehrenmitglieder sind ausschließlich natürliche Personen, die hierzu wegen besonderer Verdienste um den Verein vom Vorstand vorgeschlagen werden. Diese haben keinen Mitgliedsbeitrag zu entrichten.

§ 5 Erwerb der Mitgliedschaft

(1) Über die Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand mit einer Zweidrittelmehrheit. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.

(2) Die Aufnahme von außerordentlichen Mitgliedern erfolgt durch Zahlung des Mitgliedsbeitrags. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.

(3) Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstandes durch die Generalversammlung.

(4) Vor Konstituierung des Vereins erfolgt die vorläufige Aufnahme von Mitgliedern durch die Proponentin / den Proponenten. Diese Mitgliedschaft wird erst mit Konstituierung des Vereins wirksam.

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt, Streichung und durch Ausschluss.

(2) Die Mitgliedschaft endet automatisch nach einem Jahr der Mitgliedschaft zum Stichtag des Eintritts, wenn bis zu diesem Stichtag der neuerliche Mitgliedsbeitrag zur Verlängerung der Mitgliedschaft um ein weiteres Jahr nicht einbezahlt wurde. Das Mitglied wird vor Eintreffen des Ablaufstichtages über die Verlängerungsmöglichkeit informiert.

(3) Als Beginn und Stichtag der Mitgliedschaft wird der Buchungstag des Mitgliedsbeitrages am Konto des Vereines festgelegt.

(4) Der Ausschluss eines Mitgliedes aus dem Verein kann vom Vorstand mit einer Zweidrittelmehrheit auch wegen grober Verletzung anderer Mitgliedspflichten und wegen vereinsschädlichen oder unehrenhaften Verhaltens verfügt werden.

(5) Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann aus den im Abs. 4 genannten Gründen von der Generalversammlung über Antrag des Vorstandes beschlossen werden.

§ 7 Rechte und Pflichten der Mitglieder

(1) Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereines teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht stehen nur den ordentlichen Mitgliedern zu. Ehrenmitglieder haben ausschließlich das aktive Wahlrecht.

(2) Jedes Mitglied ist berechtigt, vom Vorstand die Ausfolgung der Statuten zu verlangen.

(3) Die Mitglieder sind in jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereins zu informieren. Wenn mindestens ein Zehntel der Mitglieder dies unter Angabe von Gründen verlangt, hat der Vorstand den betreffenden Mitgliedern eine solche Information auch sonst, binnen vier Wochen, zu geben.

(4) Die Mitglieder sind vom Vorstand über den geprüften Rechnungsabschluss (Rechnungslegung) zu informieren. Geschieht dies in der Generalversammlung, sind die Rechnungsprüferinnen / Rechnungsprüfer einzubinden.

(5) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Die pünktliche Zahlung der Mitgliedsbeiträge, deren Höhe von der Generalversammlung beschlossen wird, ist verpflichtend.

§ 8 Vereinsorgane

Organe des Vereines sind die Generalversammlung (§§ 9 und 10), der Vorstand (§§ 11 bis 13), die Rechnungsprüferinnen / Rechnungsprüfer (§ 14) und das Schiedsgericht (§ 15).

§ 9 Die Generalversammlung

(1) Die ordentliche Generalversammlung findet mindestens einmal pro Jahr statt.

(2) Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf

a. Beschluss des Vorstandes oder der ordentlichen Generalversammlung,
b. schriftlichen Antrag von mindestens einem Zehntel der Mitglieder,
c. Verlangen der Rechnungsprüferinnen / Rechnungsprüfer (§ 21 Abs. 5 erster Satz VereinsG),
d. Beschluss der Rechnungsprüferinnen / Rechnungsprüfer (§ 21 Abs. 5 zweiter Satz VereinsG, § 11 Abs. 3 zweiter Satz dieser Statuten),
e. Beschluss einer / eines gerichtlich bestellten Kuratorin / Kurators (§ 11 Abs. 3 letzter Satz dieser Statuten) binnen vier Wochen statt.

(3) Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle ordentlichen Mitglieder und Ehrenmitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich einzuladen. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt gemäß § 9 Abs. 1 oder Abs. 2.

(4) Anträge zur Generalversammlung sind mindestens eine Woche vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich einzureichen.

(5) Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung – können nur zur Tagesordnung gefasst werden.

(6) Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder und Interessierte teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind nur die ordentlichen und die Ehrenmitglieder.

(7) Die Übertragung des Stimmrechtes auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig. Einem ordentlichen oder Ehrenmitglied kann nur eine Stimme übertragen werden.

(8) Die Generalversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der ordentlichen Mitglieder anwesend ist. Die Generalversammlung ist auf jeden Fall zu den Gegenständen gemäß § 10 Abs. 1 lit. a bis lit. h beschlussfähig, wenn eine halbe Stunde über ihren angesetzten Beginn verstrichen ist. Eine gültige Beschlussfassung über die Änderung der Statuten oder die Auflösung des Vereins bedarf der Bekanntgabe des Antrages in der Einladung.

(9) Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Die Änderung der Statuten des Vereins und dessen Auflösung kann nur mit einer Mehrheit von mindestens zwei Drittel der abgegebenen Stimmen beschlossen werden.

(10) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt die Obfrau / der Obmann und bei Verhinderung seine Stellvertreterin / sein Stellvertreter. Wenn auch diese / dieser verhindert ist, so führt ein beliebiges Vorstandsmitglied den Vorsitz.

§ 10 Aufgabenkreis der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

a. die Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes und der Rechnungsprüferin / Rechnungsprüfer;
b. die Festsetzung der Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge;
c. die Entgegennahme und Erörterung des Tätigkeitsberichtes;
d. die Entgegennahme und die Genehmigung des Rechnungsberichtes;
e. die Entlastung der Mitglieder des Vorstandes;
f. der Beschluss über die Statutenänderung und Auflösung des Vereins;
g. die Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft;
h. die Beschlussfassung über Statutenänderung.

§ 11 Der Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus mindestens zwei und maximal sechs Mitgliedern, und zwar aus der Obfrau / dem Obmann und deren / dessen Stellvertretung, der Schriftführerin / dem Schriftführer und deren / dessen Stellvertretung der Kassierin / dem Kassier und deren / dessen Stellvertretung.

(2) Besteht der Vorstand aus vier oder weniger Personen, so müssen darunter mindestens eine Frau und mindestens ein Mann sein. Besteht der Vorstand aus mehr als vier Personen, so müssen darunter mindestens zwei Frauen und mindestens zwei Männer sein.

(3) Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitgliedes das Recht, an ihre / seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist. Durch das Kooptieren darf Abs. 2 nicht beeinträchtigt werden. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung überhaupt oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, ist jede Rechnungsprüferin / jeder Rechnungsprüfer verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung zum Zweck der Neuwahl eines Vorstandes einzuberufen. Sollten auch die Rechnungsprüferinnen / Rechnungsprüfer handlungsunfähig oder nicht vorhanden sein, hat jedes ordentliche Mitglied, das die Notsituation erkennt, unverzüglich die Bestellung einer Kuratorin bzw. eines Kurators beim zuständigen Gericht zu beantragen, die / der umgehend eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen hat.

(4) Die Funktionsdauer des Vorstandes beträgt zwei Jahre. Wiederwahl ist möglich. Jede Funktion im Vorstand ist persönlich auszuüben.
(5) Der Vorstand wird von der Obfrau / vom Obmann, bei Verhinderung von deren / dessen Stellvertretung, schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch diese auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.
(6) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist. Besteht der Vorstand nur aus zwei Mitgliedern, müssen beide anwesend sein.
(7) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der / des Vorsitzenden den Ausschlag. Besteht der Vorstand nur aus zwei Mitgliedern, muss Einstimmigkeit gegeben sein.
(8) Den Vorsitz führt die Obfrau / der Obmann, bei Verhinderung deren / dessen Stellvertretung. Ist auch diese verhindert, obliegt der Vorsitz dem Vorstandsmitglied, das die übrigen Vorstandsmitglieder mehrheitlich dazu bestimmen.
(9) Außer durch den Tod und Ablauf der Funktionsperiode (Abs. 4) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitgliedes durch Enthebung (Abs. 10) und Rücktritt (Abs. 11).
(10) Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstandes bzw. Vorstandsmitgliedes in Kraft.
(11) Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktrittes des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung, zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung (Abs. 2) einer Nachfolgerin / eines Nachfolgers wirksam.

§ 12 Aufgabenkreis des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereines. Er ist das „Leitungsorgan“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinem Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:
(1) Einrichtung eines den Anforderungen des Vereins entsprechenden Rechnungswesens mit laufender Aufzeichnung der Einnahmen / Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses als Mindestanforderung;
(2) Erstellung des Jahresvoranschlages, des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses;
(3) Vorbereitung und Einberufung der Generalversammlung gemäß § 9 dieser Statuten;
(4) Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeiten, die Vereinsgebarung und den geprüften Rechnungsabschlusses;
(5) Verwaltung des Vereinsvermögens;
(6) Aufnahme und Ausschluss von ordentlichen und Ausschluss von außerordentlichen Vereinsmitgliedern;
(7) Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins;
(8) Repräsentanz nach außen;
(9) Erstellung einer Geschäftsordnung.

§13 Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

(1) Die Obfrau / der Obmann führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Die Schriftführerin / der Schriftführer unterstützt die Obfrau / den Obmann bei der Führung der Vereinsgeschäfte.
(2) Die Obfrau / der Obmann vertritt den Verein nach außen. Schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschrift der Obfrau / des Obmannes. Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung eines anderen Vorstandsmitgliedes.
(3) Rechtsgeschäftliche Bevollmächtigung, den Verein nach außen zu vertreten bzw. für ihn zu zeichnen, können ausschließlich von den in Abs. 2 genannten Vorstandsmitgliedern erteilt werden.
(4) Bei Gefahr im Verzug ist die Obfrau / der Obmann berechtigt auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstandes fallen, unter eigener Verantwortung selbstständig Anordnungen zu treffen. Im Innenverhältnis bedürfen diese jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.
(5) Im Falle der Verhinderung treten an die Stelle der Obfrau / des Obmannes, der Schriftführerin / des Schriftführers oder der Kassierin / des Kassiers ihre / seine Stellvertreterinnen / Stellvertreter.

§ 14 Die Rechnungsprüferinnen / Rechnungsprüfer

(1) Die zwei Rechnungsprüferinnen / Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüferinnen / Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.
(2) Den Rechnungsprüferinnen / Rechnungsprüfern obliegen die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des Rechnungsabschlusses. Sie haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Überprüfung zu berichten.

§ 15 Das Schiedsgericht

(1) Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine Schlichtungseinrichtung im Sinne des Vereinsgesetztes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.
(2) Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter schriftlich namhaft macht. Über Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein Mitglied des Schiedsgerichtes namhaft. Nach Verständigung durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen, wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter binnen weiterer 14 Tage ein drittes ordentliches Mitglied zur / zum Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
(3) Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Gewährung beidseitigen Gehörs bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.

§ 16 Geschäftsstellen

(1) Der Vorstand kann eine Bundesgeschäftsstelle und nach Bedarf Geschäftsaußenstellen errichten. Die Geschäftsstellen unterliegen der Aufsicht des Vorstandes. Die Leitung der Geschäftsstellen obliegt der Geschäftsführerin / dem Geschäftsführer.
(2) Die Obfrau / der Obmann können nicht gleichzeitig Geschäftsführerin / Geschäftsführer sein.

§ 17 Geschäftsordnung

Der Vorstand ist ermächtigt im Rahmen der Statuten eine Geschäftsordnung festzusetzen.

§ 18 Auflösung des Vereines, Wegfall des gemeinnützigen Zwecks

(1) Die Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen Generalversammlung und nur mit einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden. Im Fall der freiwilligen Auflösung des Vereins beschließt die letzte Generalversammlung über die Verwendung des Vereinsvermögens. Für die Verwaltung des Vereinsvermögens ist eine Liquidatorin / ein Liquidator zu bestellen.
(2) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall des bisherigen begünstigten Vereinszwecks ist das nach Abdeckung der Passiva verbleibende Vereinsvermögen, für gemeinnützige oder mildtätige Zwecke im Sinne der §§ 34 ff Bundesabgabenordnung (BAO) zu verwenden. Soweit möglich und erlaubt, soll es dabei Institutionen zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgen.

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