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Wie kann ich meinen Hof übergeben?

Die Wahl der Rechtsform für eine Hofübergabe stellt wichtige Weichen für Form und Gestalt des künftigen Zusammenlebens. Eine Verpachtung des Gesamt- oder eines Teilbetriebs kann als Schritt in Richtung Übergabe gesehen werden. Eine Übergabe ist immer mit einem Eigentümerwechsel verbunden, die unterschiedlich gestaltet werden kann: Leib- bzw. Zeitrente, Verkauf, eine Übergabe mit individuell vereinbarten Gegenleistungen mithilfe des Übergabevertrags, Schenkung oder die Überschreibung an eine Stiftung. Diese Wege unterscheiden sich bezüglich zeitlicher, sozialer und finanzieller Rahmenbedingungen.

 

Wie kann ein Hofnachfolgeprozess ablaufen?

Jede Hofnachfolge ist ein einzigartiger Prozess, der individuell ganz unterschiedlich wahrgenommen und bewertet wird. Viele Informationen auf dieser Website betreffen die eigentliche Hofübergabe in ihrer rechtlichen und finanziellen Dimension. Ein Hofübergabeprozess beginnt aber bereits sehr viel früher mit ganz persönlichen Überlegungen über eigene Lebensziele, mit offenen Gesprächen mit nahestehenden Menschen über Zukunftspläne und geht erst allmählich in eine aktive Suche nach der Hofnachfolge über.

In der Broschüre „Außerfamiliäre Hofnachfolge in Österreich“ der Landjugend Österreich (Name, 2017) wird der außerfamiliäre Hofnachfolgeprozess in vier Phasen beschrieben (s. Tab.1).

Tabelle 1: Die vier Phasen der außerfamiliären Hofnachfolge (Quelle: Landjugend Österreich, 2017)

Phase 1 – Klärung Phase 2 – Suche Phase 3 – Rahmenbedingungen schaffen und klären Phase 4 – Abschluss der Hofnachfolge
Übergebende Übernehmende Übergebende Übernehmende beide beide
persönliche und innerfamiliäre Vorstellungen und Möglichkeiten persönliche Vorstellungen und Möglichkeiten potentielle Nach-folgende potentiellen Hof und passende Über-gebende Probezeit, Finanzierung, Definition wichtiger Vertragspunkte Vertrags-abschluss und weitere Schritte